Eine zeitgenössische Ode an die antike Metallkunde

Corum stellt neue Modelle aus Damaszener Stahl für seine futuristische Kollektion Lab 01 vor.

Eine zeitgenössische Ode an die antike Metallkunde

Corum stellt neue Modelle aus Damaszener Stahl für seine futuristische Kollektion Lab 01 vor.

Die Konzepte „Heritage“ und „Lab“ lassen sich vielleicht nicht unbedingt miteinander in Verbindung bringen. Dennoch ist es gerade diese Kombination, die Corum zu einem verblüffenden und modernen uhrmacherischen Ansatz inspiriert hat. Die erstmals Ende 2018 erschienene Corum Lab Kollektion konzentriert sich auf einen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft und stellte zu Beginn zwei limitierte Auflagen vor. In diesem Jahr enthüllt Corum zwei weitere Neuheiten in der Heritage Corum Lab 01 Familie, die jeweils auf 99 Exemplare limitiert sind.


Die neuesten Lab 01 Modelle behalten das charakteristische, zylinderförmige Gehäuse ihrer Vorgängerinnen bei, doch Corum hat beschlossen, die Gehäuse dieser neuen Zeitmesser aus Damaszener Stahl zu fertigen – für die Marke eine Premiere. Damaszener Stahl lässt sich augenblicklich an seinem Wellenmuster erkennen und ist eine Legierung, die unter Messer- und Schwertherstellern bestens bekannt ist. Die Geschichte des antiken Damaszener Stahls geht bis ins 4. Jahrhundert zurück, als die antike Stadt Damaskus hohes Ansehen für ihre Waffenhersteller und metallurgischen Meisterleistungen genoss. Waffen aus dieser historischen Legierung wurden von einigen der bekanntesten Krieger der Vergangenheit benutzt, darunter auch von den Kreuzrittern.


Damaszener Stahl ist für seine außergewöhnliche Härte und Bruchsicherheit bekannt. Klingen aus diesem Material sind schärfer, stabiler und flexibler als andere. Früher hieß es, mit einem Schwert aus Damaszener Stahl könne man eine Haarsträhne mitten in der Luft zerteilen. Zugleich sollte das Schwert über mehrere Schlachten hinweg seine außerordentliche Schärfe behalten. Die antike Fertigungskunst dieser legendären Legierung war allerdings ein von ihren Herstellern wohl gehütetes Geheimnis, das viele Jahre lang im Dunkeln blieb. Es heißt, dass es bis heute niemandem gelungen ist, das tatsächliche Wissen hinter antikem Damaszener Stahl offenzulegen. Technologische Fortschritte haben Metallurgen jedoch befähigt, modernen Damaszener Stahl zu reproduzieren, der sehr ähnliche Eigenschaften aufweist wie sein Vorfahre. Die Verwendung von Damaszener Stahl ist eine Hommage an die Geschichte, wohingegen das futuristische Design der Lab 01 den experimentellen und modernen uhrmacherischen Ansatz verkörpert, für den Corum steht.

Die Heritage Corum Lab 01 Zeitmesser aus Damaszener Stahl werden von dem Kaliber CO 410 angetrieben, einem zylinderförmigen skelettierten Uhrwerk, das eigens für dieses Gehäuse entwickelt wurde. Das Zifferblatt ist mit blauen oder grünen Details versehen, und an beiden Seiten des Gehäuses befinden sich Kautschukeinsätze in der gleichen Farbe. Der für Corum charakteristische Mikrorotor, der unter dem Saphirglas sichtbar ist, wurde mit einem zeitgenössischen Spiralmuster dekoriert, das schon für sich allein beeindruckend ist, wenn es zu rotieren beginnt.

 

Das Gehäuse aus Damaszener Stahl wurde mit einer schwarzen DLC-Beschichtung versehen, während das Uhrwerk mit Genfer Streifenschliff dekoriert ist und eine Gangreserve von 50 Stunden bietet. Die Zeiger für Stunden und Minuten sind mit Superluminova in der gleichen Farbe wie die Kautschukeinsätze gefüllt, um die Ablesbarkeit vor dem dunklen Hintergrund zu verbessern. Es ist unmöglich vorherzusagen, wie viele Wellenmuster sich auf dem Damaszener Stahl während des Schmiedeprozesses ergeben. Aus dieser Tatsache folgt auch, dass jedes Uhrengehäuse ein einzigartiges Muster aufweist.